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Sammlung - Archiv - Fachbibliothek

Nach langer Vorbereitungsphase und auf Beschluss der Mitglieder des bundesweiten Verbandes Cartoonlobby wurde am 30.03.2016 in Königs Wusterhausen (nahe Berlin) die „Stiftung Museen für Humor und Satire“ - kurz „Cartoonlobby-Stiftung“ - gegründet.

Der Verein übereignete aus diesem Anlass seine „Sammlung Museen für Humor und Satire“, sein Archiv und seine Fachbibliothek der Stiftung und übertrug ihr, die damit eingegangenen Verpflichtungen. Die Stiftung wurde zum alleinigen Verwalter des wertvollen Kulturerbes und steht für dessen Verankerung und Anerkennung in der Gesellschaft.

Das Vermögen der Stiftung besteht aus der umfangreichen Sammlung mit dem Archiv und der Fachbibliothek. 
Die Arbeit der Stiftung soll sich vorrangig aus Zustiftungen, Zuwendungen und Spenden finanzieren.

Die Sammlung umfasst über 40.000 originalgrafische Blätter (Zeichnungen, Druckgrafik, Plakate, Illustrationen, Skizzen, Studien, Entwürfe, Collagen, Fotomontagen) und komische Objekte (Plastikaturen, Skulpturen) im Besitz, als Eigentum, Dauerleihgabe oder in treuhänderischer Verwaltung der Stiftungssammlung. Mit dabei sind ganze Lebenswerke von Klassikern der Karikatur und des Cartoons.

Den Grundstock der Sammlung bilden die Werke und das künstlerische Erbe ehemals ostdeutscher Karikaturist*innen und Zeichner*innen, insbesondere aus dem Umfeld der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“. Eine Erweiterung erfährt die Sammlung derzeit in Hinblick auf die reiche satirische Tradition in der gesamten Region Berlin/Brandenburg aus drei Jahrhunderten.

Künstler (Auswahl): Umfangreiche Bestände von Harri Parschau, Heinz Behling, Joseph W. Huber, Heinz Jankofsky, Reiner Schwalme, Manfred Bofinger, Helmut Jaček, Karl-Heinz Schoenfeld, Karl Koppe, Lothar Schneider, Horst Schrade, Ottfried Zielke, Lothar Otto, Hans Maria Lindloff, Karl Schrader.
Erste Arbeiten von Andreas Prüstel, Peter Thulke, Paul Michaelis, Wolfgang Schubert, Peter Müller, Louis Rauwolf, Elisabeth Shaw, Gustav Brandt, Fritz Koch-Gotha, Arthur Johnson, Oskar Garvens, Willi Steinert, Harald Kretzschmar, Peter Dittrich, Henry Büttner.

Eine erste kleine Auswahl der Objekte findet man bereits auf den Seiten von Museumdigital und in der Deutschen Digitalen Bibliothek !

Die Bibliothek besitzt schätzungsweise 10.000 Bücher und Zeitschriften aus dem Bereichen Humor, Satire, Kunst- und Kulturgeschichte. Darunter die vollständige Sammlung aller im Eulenspiegel Verlag erschienen Karikaturenbücher und Postkartenkalender und das gesamte Cartoon- und Humor-Programm des Oldenburger Lappan Verlages. National. wie internationale Publikationen.

 Ein breites Spektrum an Ausstellungskatalogen und Fachliteratur zur Karikatur, darunter alle Publikationen aus dem „Satiricum“ in Greiz und der Karigrafien in Berlin sind mit vertreten. Das Archiv besitzt die Ausgaben der Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ lückenlos vom Gründungsjahr 1954 an und die des Vorgängers „Frischer Wind“. Erste Teilbestände der Zeitschriften "Simplicissimus", „MAD“, „Kowalski“, „Titanic“, „Pardon“ sind ebenfalls vorhanden.